Umsetzung
Die Gussverfahren
Das Angebot an Gussverfahren ist vielfältig. Die Methode des Sandgusses wurde 1979 über das Wachsausschmelzverfahren erweitert. Der Vorteil dieser Methode liegt in der absolut modellgetreuen Wiedergabe, auch bei komplizierten Hinterschneidungen, sowie in der Möglichkeit der Vervielfältigung einer Arbeit. Plastische Werke können auch in Materialien wie Sewa-cryl, Acrystal, Silikon, Gummi, Wachs, Gussholz, Kunststein oder Gips gegossen werden. Feine Lackierungen, Patinierungen und Galvanisierungen sind ein weitere Angebote des Betriebes, aber auch kostbare Türbeschläge, Trophäen oder Schmuck werden tagtäglich aus Bronze, Aluminium, Messing oder Blei hergestellt.
Wachsausschmelzverfahren:
Die künstlerische Freiheit ist das oberste Gebot in der Gestaltung. Die freie Wahl des Materials ist dadurch von großem Vorteil. Durch das Wachsausschmelzverfahren kann das Modell von unterschiedlichsten Materialien wie Ton, Gips, Holz, Bronze, Blech, Styropor etc. abgeformt werden.
Das Negativ wird mit Silikonkautschuk (lila)
und einer Gipsschale vom Original abgenommen. Anschließend wird es mit einer dünnen Wachsschicht eingestrichen und verschlossen. Nun gießt man flüssiges Wachs in die Form und schwenkt sie so lange, bis die Wachsschicht die entsprechende Stärke aufweist. Nach Erkalten des Wachses kann das Wachspositiv den Negativschalen entnommen werden. Das Wachsmodell (rot) wird fein nachmodelliert und Guss- und Entlüftungskanäle werden angebracht. Das Anlegen der Gusskanäle ist eine eigene Wissenschaft, da man um die Fließeigenschaften der flüssigen Bronze sehr genau Bescheid wissen muss, und jede Form spezifische Kanäle erfordert. Die Form wird innen und außen mit feuerfestem Scharmottgips überzogen und kommt in den Ofen. Das Wachs wird nun ausgeschmolzen (ein Teil rinnt heraus, ein Teil verbrennt) und die Gussform gebrannt.
Jetzt wird es spannend. Die Form wird in Blechschalen gestellt und in Sand eingebettet, um dem enormen Druck standzuhalten. Nun wird gegossen. In zwei Minuten ist alles vorbei. Wenn nur ein Gusskanal falsch liegt oder die Legierung nicht exakt stimmt, muss die ganze Prozedur von vorne beginnen. Nach erkalten der Bronze wird die Skulptur frei geschlagen, der Kern herausgekratzt, die Gusskanäle abgesägt und die gegossene Form mit einer Säure gereinigt. Je nach Art der Skulptur werden nun Teile zusammengeschweißt, nachziseliert und zum Schluss patiniert. Als Künstler können sie diese Arbeit auch gern selbst machen. Ansonsten können Sie sich auf die Fachkräfte der Firma Loderer verlassen.
Sandgussverfahren:
In Eisenrahmen befindet sich stark verdichteter Quarzsand. In diesem ist das Modell eingebettet und hinterlässt so die Negativform im Sand. Anschließend werden die Rahmen geschlossen, das flüssige Metall wird eingegossen und ersetzt die Hohlräume im Sand. Dieses Gussverfahren ist die vorteilhaftere Variante für Modelle ohne Hinterschneidungen oder für flache Formen wie Reliefs und Beschläge.